Der Staat unterstützt den Austausch alter Fenster großzügig, doch viele Hausbesitzer lassen sich diese Chance entgehen, weil sie den Überblick über die verschiedenen Förderprogramme verloren haben. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen verständlich, welche Förderung 2026 für neue Fenster möglich ist, wie Sie den Antrag stellen und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
Inhalt
Fördermöglichkeiten im Überblick
Für den Austausch alter Fenster stehen Ihnen 2026 drei Förderwege offen:
1. BAFA-Zuschuss (BEG EM): Direkter Zuschuss von 15 bis 20% der förderfähigen Kosten. Die attraktivste Option für die meisten Hausbesitzer.
2. KfW-Kredit: Zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss, interessant bei größeren Sanierungsmaßnahmen.
3. Steuerliche Absetzbarkeit (§ 35c EStG): 20% der Kosten über 3 Jahre von der Steuer absetzen. Ohne Energieberater möglich, aber geringerer Gesamtvorteil.
Wichtig: Sie können nur EINEN Förderweg nutzen, eine Kombination ist nicht möglich. Welcher für Sie optimal ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.
BAFA-Förderung (BEG EM)
Die BAFA-Förderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist für die meisten Fenster-Projekte die beste Wahl:
Förderhöhe: 15% der förderfähigen Kosten als Grundförderung. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich der Zuschuss auf 20%.
Förderfähige Kosten: Maximal 60.000 € pro Wohneinheit und Jahr (bei vorhandenem iSFP). Ohne iSFP liegt das Maximum bei 30.000 €.
Rechenbeispiel: 12 Fenster à 500 € = 6.000 € förderfähige Kosten. Mit iSFP-Bonus: 20% × 6.000 € = 1.200 € Zuschuss.
Antragstellung: Der Antrag muss BAFA-Portal eingereicht werden, BEVOR Sie den Auftrag erteilen. Die Beauftragung eines Energieberaters ist Pflicht.
Unser Service: Wir können Ihnen einen qualifizierten Energieberater vermitteln, der den Antrag für Sie stellt und die technischen Anforderungen sicherstellt.
KfW-Förderung
Die KfW bietet zinsgünstige Kredite für energetische Sanierungsmaßnahmen:
KfW-Programm 261/262: Kredit bis zu 150.000 € je Wohneinheit mit Tilgungszuschuss. Interessant vor allem bei umfassenden Sanierungen, die über den reinen Fenstertausch hinausgehen.
Vorteil: Auch für Vermieter interessant, da die Förderung nicht an Selbstnutzung gebunden ist.
Nachteil: Aufwändigerer Antragsprozess und nur in Kombination mit einem Gesamtsanierungskonzept wirklich attraktiv.
Tipp: Wenn Sie nur Fenster tauschen möchten, ist die BAFA-Förderung in der Regel die bessere Wahl. Bei einer Komplettsanierung kann sich der KfW-Kredit lohnen.
Steuerliche Absetzbarkeit (§ 35c EStG)
Die einfachste, aber nicht immer die lukrativste Option:
So funktioniert es: Sie können 20% der Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen über 3 Jahre von der Einkommensteuer absetzen. Im ersten und zweiten Jahr jeweils 7%, im dritten Jahr 6%.
Maximum: 40.000 € Steuerermäßigung pro Objekt (entspricht 200.000 € Investition).
Vorteil: Kein Energieberater nötig und kein Antrag vor Auftragsbeginn erforderlich. Einfach die Rechnung eines Fachunternehmens bei der Steuererklärung einreichen.
Nachteil: Der tatsächliche Vorteil hängt von Ihrem Steuersatz ab. Bei niedrigerem Einkommen ist der BAFA-Zuschuss oft vorteilhafter.
Voraussetzung: Das Gebäude muss mindestens 10 Jahre alt sein und selbst genutzt werden.
Voraussetzungen für die Förderung
Damit Sie die Förderung erhalten, müssen bestimmte technische Anforderungen erfüllt sein:
Uw-Wert: Die neuen Fenster müssen einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen. Unsere Premium-Kunststofffenster mit 3-fach-Verglasung erfüllen diese Anforderung problemlos.
Fachgerechter Einbau: Die Montage muss durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgen. Als zertifizierter Fachbetrieb erfüllen wir alle Anforderungen.
Energieberater (bei BAFA/KfW): Ein qualifizierter Energieberater muss die Maßnahme begleiten und bestätigen. Wir vermitteln Ihnen gerne einen Energieberater.
Rechnungsnachweis: Die Rechnung muss Material und Arbeitskosten getrennt ausweisen und den Fachunternehmer-Status dokumentieren.
Häufige Fehler vermeiden
Diese Fehler können Sie die gesamte Förderung kosten:
Fehler 1: Zu spät beantragen. Bei BAFA und KfW MUSS der Antrag VOR der Auftragserteilung gestellt werden. Wird der Auftrag vorher erteilt, geht die Förderung verloren.
Fehler 2: Kein Energieberater. Für BAFA und KfW ist ein Energieberater Pflicht. Auf den iSFP-Bonus (zusätzliche 5%) verzichten nur wenige freiwillig.
Fehler 3: Technische Anforderungen nicht beachten. Fenster mit zu hohem U-Wert werden nicht gefördert. Achten Sie auf die Mindestanforderungen.
Fehler 4: Förderprogramme kombinieren wollen. BAFA, KfW und steuerliche Absetzbarkeit schließen sich gegenseitig aus. Wählen Sie den für Sie besten Weg.
Fehler 5: Die Förderung ignorieren. Viele Hausbesitzer wissen gar nicht, dass es Zuschüsse gibt. Bei 6.000 € Fensterkosten sind 1.200 € Zuschuss viel Geld.
Fazit und nächste Schritte
Die Förderung für neue Fenster ist 2026 so attraktiv wie nie zuvor. Bis zu 20% Zuschuss machen den Fenstertausch deutlich günstiger, und die jährliche Heizkostenersparnis kommt noch obendrauf.
Unser Tipp: Nutzen Sie die BAFA-Förderung mit iSFP-Bonus für den maximalen Zuschuss von 20%. Wir vermitteln Ihnen einen Energieberater und unterstützen Sie bei der Antragstellung.
Der beste nächste Schritt? Vereinbaren Sie eine kostenlose Beratung. Unser Fachberater kommt zu Ihnen, nimmt Maß, erstellt ein Angebot und erklärt Ihnen Ihre individuellen Fördermöglichkeiten. Alles kostenlos und unverbindlich.
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